Larissa Pohl, Wunderman, Mitglied der Nova Jury

Larissa Pohl  CSO Wunderman Central Europe   Website Wunderman

Larissa Pohl

CSO Wunderman Central Europe

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Hallo Frau Pohl, wie haben Sie insgesamt die Einreichungen zu Nova für das Wettbewerbsjahr 2018 gesehen? War eine besondere Überraschung dabei?

Ich fand die Einreichungen breiter und vielfältiger. Sie sind außerdem deutlich digitaler geworden. Mein persönliches Highlight war das WLAN der Kieler Nachrichten. Die Idee bindet lokale Händler ein und übernimmt gleichzeitig eine große gesellschaftliche Verantwortung in einer Zeit, in der wir über den digitalen Rückstand Deutschlands im Ländervergleich sprechen.

Momentan werden die Begriffe Innovation, Disruption oder Transformation nahezu stetig eingesetzt. Wo steht im Moment die deutsche Wirtschaft?

Sie beschäftigt sich mit genau diesen Themen. Und es ist nicht einfach sein Geschäftsmodell zu transformieren, in dem man jahrelange Prozesse und Arbeitsweisen ändern muss. Der größte und wichtigste Faktor ist der Mensch und die Kultur, die sich ändern wird. Und das macht es schwer für Unternehmen.

Betrachtet man den derzeitigen Umbruch in der deutschen Medienlandschaft, in welcher Situation sehen Sie von Agenturseite die Zeitungsbranche?

Anhand der Einreichungen zum Nova Award und den Diskussionen beim Kongress sieht man, dass die Zeitungsbranche überwiegend erkannt hat, dass sich ihr Geschäftsmodell ändern wird und sie sich mitändern müssen. Ein Patentrezept wird es nicht geben, da jeder Verlag eine unterschiedliche Zielgruppe bedient und regional oder lokal agiert..

Zuletzt eine persönliche Frage: Welche Innovation hat Sie privat zuletzt mehr als positiv überrascht?

Ich bin ein großer Fan der ganzen digitalen Convenience Apps und Gadgets, die das Leben einfacher machen. Angefangen von Mytaxi, Vivino oder Übersetzer-Apps bis hin zum digitalen Grill-Thermometer, das mir auf der App meldet, wenn mein Pulled Pork fertig ist.

Vielen Dank für das Interview!

Lisa Wilhelm